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Durch Matsch und Moder zum Ton - Ein Nachmittag in der Töpferei

October 5, 2018

Ein Stück weit habe ich mich an einen Teil Schermbecker Geschichte erinnert gefühlt, als wir am vergangenen Sonntag in einer Töpferei nahe Brikama waren. Dazu gleich mehr.

Ein Mitglied von VolNet Gambia hatte uns Freiwillige eingeladen, an einem Sonntagnachmittag mit zur Töpferei zu kommen. Wir hatten ein leicht erschwerliche Anreise, da ein heftiger Regenschauer dafür sorgte, dass sowohl der Markt in Brikama, den wir passieren mussten, als auch die unbefestigten Sandstraßen ein wenig überflutet waren. Das Bustaxi hatte auf der letzten Etappe einige Schwierigkeiten, durch den weichen Untergrund zu fahren. Wir sind nach einiger Zeit ausgestiegen und sind den Rest des Weges durch den Matsch gelaufen. 

 

Hier auf den Bild ist der Turntable (soetwas wie ein Busbahnhof) von Brikama zu sehen, wo wir umgestiegen sind. Da war nicht all zuviel Wasser auf dem Untergrund. 


Wir sind später aber trotzdem an der Töpferei angekommen, auch wenn unsere Füße alle nass waren. Zur Begrüßung hat es für uns etwas zu Essen gegeben. Reis mit Fisch und einer gut gewürzten, leicht säuerlichen Sauce hat den Hunger gesättigt.

Dann hat uns ein Mitarbeiter die Räume der Töpferei gezeigt. Es bot sich ein Bild vielfältiger Töpferei-Produkte. Von kleinen und großen Schalen, über verschiedenen Krügen, die teils sehr kunstvoll gestaltet waren, Teetassen bis hin zu wahren Kunstwerken war alles dabei.


Ich habe in den vielen Anfertigungen u.a. ein bunt bemaltes Flugzeug oder diese schöne Figur gesehen

.

Die Produkte werden sowohl an die heimische Bevölkerung als auch an Händler, die es an Touristen weiterverkaufen, vertrieben.

Ein weiterer Mitarbeiter hat uns nach der kleinen Führung gezeigt, wie aus einem Klumpen Lehm mithilfe einer fußbetriebenen Töpferscheibe ein Krug entsteht. 


Anschließend durften wir alle selbst ans Werk und haben eine eigene Teetasse mit Gravur geformt. Nötig war dafür ein bisschen Geschicklichkeit in den Fingern (insbesondere die Daumen sind wichtig für das Formen der Tasse!) und Kraft in den Füßen, schließlich musste die Scheibe immer in Bewegung bleiben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.


Als ich an der Töpferscheibe saß, habe ich mich an die vielschichtige Schermbecker Töpfereihistorie erinnert. Die Töpferscheibe, die im Heimatmuseum in Schermbeck steht, müsste in etwa dasselbe Baumodell sein, wie die, die oben auf den Bild zu sehen ist.

Unsere fertig geformten Teetassen werden zu einem späteren Zeitpunkt in einem Steinofen gebrannt.

Als wir uns auf den Rückweg nach Gunjur machten, hatte sich der Regen verzogen. Die Sonne war wieder ein wenig rausgekommen und begann, unterzugehen. Immer wieder ein wunderschöner Anblick, wie hier zu sehen ist.  

 

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