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Weihnachten in Sanyang - mit ordentlich Lametta

December 26, 2018



Dieses Jahr Weihnachten war schon etwas ganz besonderes. Noch nie hab ich Weihnachten ohne meine Familie verbracht. Noch nie war ich zu diesem Zeitpunkt nicht Zuhause. Noch nie hatte ich kurz vor Heiligabend keinen Stress, Geschenke zu besorgen. Und schon gar nicht habe ich Weihnachten bei Temperaturen um die 30°C verbracht! Aber trotz der anderen Umstände war es ein sehr schönes Weihnachtsfest, denn ich habe es dieses Jahr zusammen mit den anderen drei VolNet Freiwilligen (Anfang Dezember ist noch eine neue Freiwillige, die in Brikama tätig ist, dazugekommen) bei einer deutschen Freiwilligen in Sanyang verbracht. Sie wohnt dort nämlich in einer christlichen Familie und ist auch an der naheliegenden Schule dort tätig.

An Heiligabend sind wir nach dem Abendessen; es gab Koskus, Möhren, etwas Kohl und Butterfisch; in die Christmette um 22 Uhr in die Kirche gegangen. Der Gottesdienst wurde von einem Pastor aus Polen auf Englisch geleitet und war eher katholisch geprägt. Einen so schönen Gottesdienst habe ich bis jetzt selten erlebt! Ein Gospelchor hat mit musikalischer Begleitung (Gitarre, Klavier, Trommel und Rassel) verschiedene Lieder gesungen (z.B. Silent Night, Halleluja). Die ganze Kirche war nur durch Kerzen beleuchtet. Ein wunderschönes Ambiente! Man muss aber dazu sagen, dass kurz zuvor der Strom im ganzen Dorf ausgefallen war.

Nach einer Lesung aus der Bibel hat der Pastor eine sehr lebhafte Predigt gehalten. Diese wurde von einem Mitglied der Gemeinde auch in die Sprache der Mandinka übersetzt. Anschließend gab es das Abendmahl und der Chor hat nochmal gesungen. Insgesamt sehr schön!  

Hier ist die Krippe zu sehen. 

 

 

So sieht der Altar aus. Links die Krippe, Rechts eine mit Ballons geschmückte Mardonna und in der Mitte der Altar. Der Pastor sitzt vor dem Altar auf dem erhöhten Stuhl und neben ihm zwei Messdiener. Der Chor sitzt ganz vorne auf der linken Seite (nicht auf dem Bild zu sehen). Er besteht aus ca 15 Mitgliedern. 

 

Am nächsten Morgen war der nächste Gottesdienst um 11 Uhr. Diesmal wurde er von einem Pastor aus Nigeria gehalten. Die Kirche war - wie am Abend zuvor - bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch der Gospelchor war wieder mit dabei. Ich war wieder sehr beeindruckt von der ganzen Atmosphäre.  

Und so sieht die Kirche von außen aus. Sie steht auf dem Gelände der weiterführenden Schule, wo die andere deutsche Freiwillige tätig ist. 

 

Nach dem Gottesdienst gab es auf dem Compound von der Gastfamilie der anderen deutschen Freiwilligen eine große Party. Dort waren auch andere Deutsche zu Gast. Unter anderem ein älteres Paar, welches sich für einen deutschen Verein um einen Kindergarten und Schulprojekt in Sanyang und Tanji kümmert. Beide Orte liegen nördlich von Gunjur auf dem Weg nach Serekunda. Mit denen habe ich mich sehr lange unterhalten, ebenso wie mit zwei anderen deutschen Freiwilligen. Die beiden sind in Brikama tätig. Einer von ihnen kommt aus Dorsten.

Wir haben aber auch viel getanzt, getrunken und gegessen. Es gab zum Beispiel Palmenwein, der aber nach meinem Empfinden nicht unbedingt nach Wein schmeckt, sondern mich eher an den Saft eines Gemüses erinnert hat. 😉 Er wird aus dem Saft der Palmen gewonnen. Zu Essen gab es Reis mit Schweinefleisch. Für mich war dieses Essen schon etwas besonderes, weil es das erste Mal hier war, dass ich hier Schweinefleisch hatte.

Abends würde dann bis spät in die Nacht getanzt, gefeiert und viel gelacht. 🎉🎉

Ein sehr gelungenes Fest, dass die besonderen Umstände dieses Jahr ein Stück weit vergessen gemacht hat! Am zweiten Weihnachtstag geht es dann abends ins Independence Stadium in Bakau zu einem Konzert von einem jamaikanischen Reggaemusiker. Dazu folgt dann ein gesonderter Eintrag. 

 

Ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! 


 

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